Fotografie

Ich möchte mal nachfolgend ein paar Grundgedanken und meine Herangehensweise an das Fotografieren und der Nachbearbeitung eingehen.

Was bedeutet für mich Fotografie? Entspannen in der Natur und das festhalten von Motiven und Augenblicken, die sich lohnen aufgenommen zu werden. Aber auch das alltägliche
Umfeld was gar nicht mehr wahrgenommen wird, wie zum Beispiel ein Löwenzahn der sich durch die Fugen eines Parkplatzes der Sonne entgegenstreckt kann ein viel aussagendes Bild sein.
Wenn ich auf Fototour gehe habe ich nur eine grobe Richtung im Kopf .

Entweder raus in die Natur oder in die Stadt.

Dort angekommen knippse ich nicht drauf los, nur um zum zigsten mal das Schloss oder den Brunnen oder das Blümlein auf den Chip zu bannen. Obwohl es dort auch noch Variablen gibt die man beachten könnte. Aber dazu später mehr.
Hab ich dann ein Motiv gefunden versuche ich es in seinen natürlichen Umfeld wiederzugeben oder als freigestelltes Motiv auf die Speicherkarte zu bringen. Ich erzwinge kein Bild. Das heißt dann, dass ich zu einen späteren Zeitpunkt wieder komme um es ins rechte Licht zu rücken. Deswegen entstehen die meisten meiner Bilder auch früh Morgens oder ab dem späten Nachmittag. Das Licht zwischen diesen Zeiten ist nicht so gut zum Fotografieren geeignet habe ich festgestellt.
Für mich persönlich muss das gemachte Bild meine Gedanken oder Emotionen zum Zeitpunkt der Aufnahme widerspiegeln. Betrachtet man das Bild nach längerer Zeit erneut sollten genau die Emotionen und Gedanken zum Zeitpunkt der Aufnahme im Kopf sein. Natürlich ist es dabei wünschenswert, auch die oben genannten Gedanken und Gefühle auf andere Betrachter zu übertragen.

Nun noch ein Wort zu den „banalen“ Motiven, schon zigmal fotografiert und keiner kann sie mehr sehen. Aber diese von einen anderen Standpunkt fotografiert (Augenhöhe, liegend auf einer Höhe mit dem Motiv) können dadurch zu Bildern erwachsen die mehr sagen als Worte.

Wie sagte Yousuf Karsh
„“Fotografieren heißt Bedeutung schenken.““

Die Nachbearbeitung ist für mich eigentlich Nebensache, aber wo fängt sie an und wo hört sie auf? Jeder der sich mit Fotografie beschäftigt eignet sich doch einen bestimmten Workflow an.
Ich habe mich für folgendes Vorgehen entschieden: Speichern der Bilder in der Kamera im RAW und JPG Format. Warum beides? Ganz einfach, nach dem Import beider Dateiarten gehe ich im Bildviewer die Bilder durch, alle Bilder die von Anfang an gut sind und weiterverwendet werden können, werden katalogisiert um sie dann auf die richtige Grösse und Format zu bringen. Abschließend Rahmen und mein Namen drunter gesetzt und fertig ist die Angelegenheit.
So nun sind einige dabei, wo mir etwas nicht passt, da nehme ich mir die RAW. Datei und ändere dort einzelne Parameter um das Bild zu verbessern, Nach der Bearbeitung werden die Bilder als JPG abgespeichert.
Im Prinzip dreht sich meine Bildbearbeitung nur um die rudimentären Grundfunktionen wie beispielsweise Entrauschen, Farb und Kontrastbearbeitung. Diese Sachen haben in meinen Augen nichts mit Bildmanipulation gemeinsam, denn sie gehören zum Fotografischen Dasein. Nur sollte man sie einsetzen können und deren Zusammenhänge begriffen haben.
Etwa 90% der hier gezeigten Bilder sind out of cam, bis auf verkleinern, Rahmen und Logo.
Alles andere was ich machen in Richtung Manipulation und Bildgestalltung geschieht im Rahmen meiner Neugier und Interesse an Photoshop.

mfG Lutz